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Über die Qualität des Honigs

Bienenwabe

"Honig ist eine süße Substanz, welche die Honigbienen aus dem Blütennektar und/oder von Ausscheidungen von Pflanzen lebenden Insekten sammeln, verändern, mit bestimmten Stoffen vermengen und in den Waben des Bienenstockes aufbewahren." So lautet die Definition der Welthandelsorganisation FAO.

In der deutschen Honigverordnung werden die Qualitätsstandards festgelegt, z.B. was ein Blütenhonig ist und wie die Beschaffenheit sein muß. Blütenhonige sind demzufolge ein "überwiegend aus Blütennektar stammender Honig". Wichtig für Sie: Alle Honige in unserem Sortiment erfüllen selbstverständlich die gesetzlichen Anforderungen. Dies sind einige wichtige Qualitätsmerkmale beim Honig:

  • HMF-Wert (Hydroxymethylfurfural)
    An diesem Stoff können Lebensmitteltechniker erkennen, wie naturbelassen der Honig ist. Frisch geschleuderter und kühl gelagerter Honig enthält nur sehr wenig HMF. Je geringer der HMF-Wert ist, desto weniger wärmegeschädigt ist der Honig. Während die deutsche Honigverordnung bis zu 40 mg HMF pro Kilogramm erlaubt, läßt der deutsche Imkerbund nur 15 mg zu. Der Richtwert unseres größten Honigimporteurs, der  gepa, liegt bei 10 mg bei der Verschiffung des Honigs.
  • Kaltgeschleuderter Honig
    Nur wenn ein Honig weniger als 20 mg HMF pro Kilogramm enthält, darf er laut Honigverordnung als „kaltgeschleudert“ bezeichnet werden.
  • Enzyme
    Je mehr Enzyme in einem Honig stecken, desto hochwertiger ist er. Diese Eiweißstoffe werden allerdings zerstört, wenn der Honig erhitzt oder längere Zeit über Zimmertemperatur gelagert wird. Damit ist die Enzymaktivität ein wesentliches Kriterium für die Naturbelassenheit.
  • Wassergehalt
    Je weniger Wasser ein Honig enthält, desto länger läßt er sich lagern und desto intensiver ist der Geschmack und das Aroma. Obwohl laut Gesetz ein Wassergehalt von 21% erlaubt ist, liegt der Richtwert bei der  gepa bei nur 18,5%.
  • Kristallisation
    Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozeß, d.h. fast jeder flüssige Honig kristallisiert nach einigen Monaten. Dies kann durch vorsichtiges Erwärmen (z.B. im Wasserbad bei ca. 35-40°C) rückgängig gemacht werden.
  • Sortenhonig (Trachtenhonig)
    Jeder Honig, der überwiegend von einer Tracht (Blüte oder Honigtau) stammt, wird Sortenhonig genannt. So beziehen wir z.B. von der  gepa die Sortenhonige Valdivia Ulmo und Eukalyptus. Honigtau ist übrigens ein klebrig-süßer Saft, den die Triebe der Bäume, aber auch Blattläuse ausscheiden.
  • Backhonig
    Laut Honigverordnung ist dies ein Honig, der mehr als 40 mg HMF pro Kilogramm enthält und der sich vor allem zur Weiterverarbeitung z.B. für Backwaren oder dem Süßen von Heißgetränken eignet. Da die (Labor-)­Qualität aber nicht mehr dem des hochwertigen Speisehonigs entspricht, wird Backhonig (falls wir ihn gerade im Sortiment führen) auch extra als solcher ausgewiesen.

Praxis-Tipp: Damit Honig seine wertvollen Inhaltsstoffe möglichst lange behält (über mehrere Jahre sind möglich), lagert man ihn möglichst in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum. Das Honigglas ist immer gut zu verschließen, da Honig Feuchtigkeit anzieht und sehr geruchsempfindlich ist.

Interessante Honig-Links

 
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