Blumen aus menschengerechter und umweltschonender Produktion
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Blumen erfreuen die Menschen. In Deutschland werden jährlich rund vier Milliarden EURO für Schnittblumen ausgegeben. Doch woher kommen diese Blumen, an denen wir uns erfreuen? Tatsächlich werden nur rund 12% der Schnittblumen in Deutschland produziert, der übrige Teil wird aus dem Ausland importiert.
Von den nach Deutschland eingeführten Blumen werden viele in den Niederlanden produziert - aber fast die Hälfte der gesamten Blumen kommen aus anderen Ländern wie Ecuador, Kolumbien, Kenia, Simbabwe, Israel, Spanien, Türkei usw.
In diesen Ländern arbeiten insbesondere Frauen auf den Blumen-Farmen, deren Arbeitsbedingungen häufig nicht so "rosig" sind. Fehlender Arbeitsschutz führt zu Unfällen, unzureichende Arbeitsverträge und Arbeitszeitregelungen zu familiären Problemen, fehlender Umweltschutz zu lokalen Belastungen.
Deshalb haben 1998 die Interessenverbände des Blumenhandels - der Blumengroß- und Importhandelsverband (BGI) und der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) und die Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk), das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt", das Kinderhilfswerk "terre des hommes" und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) das Flower Label Programm (FLP) gegründet. Dies Programm legt Richtlinien für die menschenwürdige und umweltschonende Blumenproduktion fest. Es umfasst soziale und ökologische Standards und überwacht deren Einhaltung in der internationalen Blumenproduktion. Blumenfarmen, die im Flower Label Programm mitwirken, müssen u.a. folgende Standards erfüllen:
- Gewerkschaftsfreiheit
- Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
- Festverträge und überdurchschnittliche Sozialleistungen
- Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
- Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen
- Verbot hochgiftiger Pflanzenschutzmittel
Alle FLP-Mitgliedsfarmen sind verpflichtet, die weltweit anerkannten Arbeitsrechte einzuhalten, die von der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vorgegeben sind. Weltweit kann sich jede Blumenfarm nach den FLP-Standards von unabhängigen Gutachtern prüfen lassen und Mitglied im Flower Label Programm werden - vorausgesetzt die o.g. Standards sind erfüllt. Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften haben das Recht auf Stichproben. Für die Arbeiter werden vertrauenswürdige Beschwerdestellen in jedem Land eingerichtet. Nach der Prüfung werden die Farmen mit einem FLP-Zertifikat ausgezeichnet und sind damit berechtigt, Blumen mit dem FLP-Siegel auf dem Markt anzubieten.
Der Dritte-Welt-Laden Spandau unterstützt den fairen Blumenhandel, indem wir unseren Kunden empfehlen, vor allem Blumen mit dem FLP-Siegel zu kaufen. Dies ist in Spandau in mehreren Blumenläden möglich. Bitte fragen Sie beim Kauf von Blumen nach dem FLP-Siegel.
Weitere Informationen:
www.fairflowers.de
Liste Spandauer Blumenläden mit FLP-Angebot


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